Auf nach Norden

15. Dezember.

Adieu Südinsel. Ab auf die Fähre und rübermachen. Auf die Nordinsel. Ganz ehrlich: Ja. Die Südinsel hat mir gefallen. Ich hab natürlich nicht alles gesehen. Was zum Teil dem Wetter geschuldet war (Mt. Cook, Franz Josef Gletscher) oder ich hab es „vergessen“ oder „wollte“ nicht (Dunedin).

Aber wer weiß, wer weiß….vielleicht steht NZ irgendwann noch mal aufm Plan…

Ich stehe aufm Schiff. Das Prozedere war unspektakulär. Einfach ruff uf den Kahn. Parken. Jut is. Alles ganz chillig. Ich geh mir einen Kaffee holen und erfreue mich, dass es hier sogar ein Raucherdeck gibt.

Wir schippern an Buchten und Berge vorbei. Knappe 75Min. Ich kann mich nicht daran satt sehen. Das nächste Mal möchte ich von der Bucht aus aufs Wasser starren. Gerne auch eine Nacht verweilen. So schön. Abgeschieden.

Na nü, die Nordinsel. Lassen den Süden hinter uns und sind mittenmang. Eigentlich ist es keine große Sache. Aber das Gör in mir freut sich diebisch. Ich bin am Arsch der Welt und schippere zwischen beiden Inseln. Grandios. Ne knappe halbe Stunde aufm „offenen“ Meer und dann geht’s noch mal ne gute Stunde an der Nordinsel entlang. An Buchten und Berge vorbei. Auch schön anzukieken.

Dann sind wir in Wellington. Bleib ich oder bleib ich nicht. Erstmal rumkurven. Meene Jüte. Ist das lebendig. Nervt. Etwas. Will er mit der Cable Car fahren? Ach nee. Lieber auf den Mount Victoria. Auf die Stadt hinabblicken. Ja ja. Hat was. Dieses Wellington. Mir ist es aber gerade zu turbulent. Bloß raus hier. Das ganze Gegurke hat nun auch einige Stunden gedauert und allmählich übermannt mich der Hunger und eine gewisse Schläfrigkeit. Letztere mündet in leichte Unaufmerksamkeiten beim Autofahren und spendiert mir einen gepflegten Mittelfinger einer anderen Verkehrsteilnehmerin. So ne Trulla…ick hab jeblinkt und ewisch jekiekt…ey…

Eigentlich will ich zur Ostküste. Macht aber keinen Sinn. Da ich ja morgen zum Vulkan möchte. Der liegt westlich. Ergo, ich fahre irgendwie Richtung Westen. Durchstreife Ortschaften. Manche sind nichtssagend. Andere Nett. Foxton z.B. hat leicht verlebte Ecken aber eine Art Mini-Expo. Da steht u.a. eine Windmühle und ein Klohaus, welches Oranjie trägt. Plus nette Bauten, die meine Neugier weckten, allerdings ein Eindringen nicht möglich machen. Das Museum darf seit einem Erdbeben nicht mehr betreten werden. Alle anderen Gebäude haben geschlossen. Es ist Sonntag. Verrückt.

Halb 9. Marton. Ca. zwei Stunden von Wellington entfernt. Die Familie Buttercrumbs (die heißen eigentlich anders) wohnt in so ner Hütte von 1900 und hat diverses Viehzeug. Und: Eine große Wiese. Hier darf man „campen“. Für nen schmalen Taler. Alle ganz nett. Etwas abenteuerlich. Leicht verlebt. Aber herzlich. Hier werde ich also nächtigen…das WLAN zickt. Egal. Bin eh müde.

Gute Nacht/Guten Morgen

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