Wir sind nicht zum Spaß hier!

2.Juli 2018

Rock’n’Roll ist ein hartes Brot. Um auf der Bühne Höchstleistungen zu bringen, müssen Training, Flüssigkeitszufuhr und Nahrungsaufnahme nach einem strikten Plan eingehalten -und umgesetzt werden. Die Band beherzigt beides. Kein Weg ist zu weit. Keine Flasche bleibt voll und jeder Teller wird gekillt und sauber geschleckt.

Kay und ich (also, die Ks) starten mit einem flotten Marsch zum Obelisk. (Memorial, kein Fallussymbol)

Kurze Erfrischung im Café Tortino (legendärer Schuppen). Der Rest: Rekonvalsenz im Hostel. Atemübungen mit nikotoneller Unterstützung.

Danach: Ein strammer Marsch zum Friedhof Recoleta. Frau Perón liegt da. Ja, genau die, die sagte: Don‘t cry for me Argentina. Die, die von Madonna in Hollywood „interpretiert“ wurde. Nebenbei liegen da aber auch irgendwelche Generäle, Industrielle und halt reiche Familien. Irgend ein Boxer liegt da auch. Ziemlich groß. Spannend.

Im Sinne des Kondi-Trainings haben wir gepflegt den Eingang zum Friedhof übersehen und sind daher ganz sportlich einmal um das Gemäuer gelaufen.

Um das Training abwechslungsreich zu gestalten, haben wir eine kleine Schnitzeljagd eingebaut.

Frau Perón zu finden, hätte einfacher sein können. Bissel alternativ begabt sind wir schon.

(Berlin, Radwege sind gar nicht so kompliziert!)

Als Bonbon: Let‘s Go to Palermo. Zeit für die Futter- und Flüssigkeitszufuhr. Meine Wenigkeit wird leidlich. (Wenig Schlaf, kein Frühstück) In Palermo sind wir nicht angekommen. Dafür gab es Essen (na ja) und irgendwie landeten wir wieder in der Nähe des Friedhofes. Nebenbei mal kurz die Stahlltulpe von 2002 „abgeschossen“ und die juristische Fakultät passiert.

Da noch der älteste gelistete Baum (1821 wohl notiert) von Buenos Aires. Und halt Telefonzellen. Streetart sowieso. Und: Ein Schickimicki-Laden mit Glas und Gedöns. Wir durften dekorieren (lassen). Die Köpi-Pulle passte einfach nicht ins Schaufenster. Die Devise heißt: Ein Sterni geht um die Welt!

(vorher/nachher)

Jetzt ist es 21.03. Noch so ein paar Gerstensmoothies. 20Km stehen auf der Uhr. Wir sind fit wie ausgetretene Chucks.

Das Wetter ist übrigens herbstlich. Die Laune mehr als gut!

Beste Grüße & gute Nacht

K.

Randnotiz

Frau Perón: Darf man googeln. Könnte beim G. Jauch wichtig sein.

Stahlblume :Auch Floraris Generica genannt – vom Künstler Eduardo F. Catalano

Obelisk: 1936 zum 400j. Stadtjubiläum errichtet.

Café Tortini: Kaffeehaus von 1858

Fußwege und die feuchten Haare von A. stehen konträr zueinander. Trocknet der Scheitel und fällt auf die falsche Seite, bekommt er es nicht ausbalanciert. Das Ergebnis: Fuss = Knacksus. Blöd, wenn man zu schweres Haar hat. Aber: Glücklicherweise ist es nicht so wild.

Ein Gedanke zu „Wir sind nicht zum Spaß hier!

  1. Wieder allerbeste Unterhaltung und so gute Fotos, da kann Intouch sowieso nicht mithalten. 😉So schlecht wie die Kritik damals war Evita interpretiert von Madonna aber nicht. Falls es noch in den Trainingsplan passt würde ich gerne noch ein Foto einer argentinischen Tangobar mit Tanzpaar anschauen. ( Falls es mit Rock’n’Roll und Punkherz vereinbar ist) Na ja einen argentinischen Hund zu adoptieren wäre ja auch irgendwie zu kompliziert. Der regenbogenfarbene Koffergurt wird die Fracht vom Trolley schon zusammenhalten. 😎A.aus H. bei B.

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