Ubajay. Hermann. Kampf dem Trolley

29.6.2018

Die Reisegruppe hat die Hauptstadt verlassen. Aik und ich samt Gepäck, eingepfercht in der Droschke. Durch den wilden Verkehr von Buenos Aires waren wir gepflegt langsamer, als unsere Laufgruppe. Egal. Ab in den Bus. Ca. 400Km auf dem Asphalt Richtung Nordosten- Uruguay nicht weit. Wir mittenmang in der Pampa. Ubajay. Hier irgendwo ist unser Hostel Aurora del Palmar. Und: Der Parque Nacional el Palmar.

Ganz nebenbei: Lost in Translation. Dr. Aik E. aus C. kommt an seine Grenzen. Kay S. versucht sich erfolglos mit „Spanisch für Dummies“. Der Rest kann bahnhöfisch. Und ich? Ich scheitere grandios mit spanischen Brocken bei der einheimischen Bevölkerung. Englisch funzt bedingt bis gar nicht. Blöd. War mir bzw. uns bekannt – aber so wirklich glauben wollten wir es wohl nicht. Los Stupidos Alemanes. Ergo: Wir gestikulieren. Hat etwas von „Namen tanzen“. Wir lachen über uns. Man lacht über uns. Lachen ist ja gesund.

Die Busfahrt war gemütlich. Surfen. Schlafen. Ankommen. Dann stehen wir da. Im Nirgendwo. Eine Tanke. Ein „Roadhouse.“ Paar Hunde. Tristesse an der Autobahn. Hier irgendwo soll das Hostel sein. Gar nicht weit – Entfernung ist aber relativ. Dazu später.

Die Meute hat Hunger. Bedürfnisse müssen befriedigt werden. Die Bestellung war einfach. Die Bitte uns den Weg zu erklären oder einen Transfer zu organisieren, doch etwas tricky. Kurz: Wir wurden satt und haben es irgendwie begriffen. Transfer ist nicht. Der Weg nicht weit. Läppische 3,5Km. Halb so wild.

Haha. Pustekuchen. Zumindest für mich. Der Schreiberling wird klotzen und kotzen. Keine Ahnung, welcher Affe mich gebissen hat, anstelle eines „Campingrucksacks“, doch einen Trolley mitzunehmen. Manchmal trifft man echt falsche Entscheidungen. Sagen wir so: Das Teil ist heile geblieben. Wurde durch Stock, Stein und Wildnis gezogen. Ich hab diverse Liter Wasser geschwitzt und mehr als ein mal geflucht. Wer den Schaden hat…- Undenkbar hatte Spaß. Die Lacher waren zumindest auf meiner Seite. Never again. Aber wer rechnet denn damit??? Ich zumindest nicht. Wieder was gelernt. Idiot!

Ungläubige Blicke. Ziel erreicht. Wir sind angekommen. Erstmal Cerveza. Die Plackerei musste belohnt werden. Versteht sich, oder?

Das Camp. Hui. Echt idyllisch. In der Pampa. Die Kommunikation ist kreativ. Untergebracht sind wir in einem alten Militärschlafwagon. Abenteuerlich. Das Personal: Zuvorkommend und lieb. Man darf sich wohlfühlen. Leider durften wir den Pool nicht nutzen. Essen: Dufte! Wir sind leicht zufrieden zu stellen. Satt. Müde. Glücklich. Ging es um Mitternacht in die Kojen. Neue Abenteuer warten…

Randnotiz

Wiener Schnitzel“ ca. 5€, gutbelegte Sandwiches 2-3€. Der Kaffee ist für „Herzkranke“. Ziemlich lasch. Google etc. hilft bei Übersetzungen – mitdenken hilft allerdings ungemein. Hermann ist ein Streuner. Gattung Hund. Aus irgendwelchen Gründen verfolgte er uns gestern vom Roadhouse bis zum Camp. Und blieb.

So viel zu gestern. Morgen gibt es mehr zu heute. Viel wichtiger: Morgen kommt der Rest der Band. Familienzusammenführung. So nennt es Undenkbar.

In diesem Sinne…Sie lesen morgen wieder von uns!

K.

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