Tasmanien. Teufel & Co.

Ich verweile gerade in Tassi. Genannt Tasmanien. Benannt nach Abel Tasman. Der im 17.Jh. dieses Eiland entdeckt hat. Ein Niederländer übrigens, der wohl Australien suchte. Interessant: Der hatte einen „Sponsor“ und hat die Insel erstmal „Van-Diemens-Land“ benannt. Der Sponsor war letztendlich ein Gouverneur. Auch egal. Jedenfalls bin ich jetzt hier. Nicht alleine. Paul, ein alter Weggefährte hat es nämlich auch nach Downunder verschleppt. Fünf Tage. Vier Nächte. Und jetzt schon die Erkenntnis: Verflucht. Es ist zu kurz! Man muss wieder kommen. Weil: Ist schon schön hier. Man erzählt immer, dass Tassi das kleine Neuseeland wäre. Wenn dem so ist, weiß ich wo ich mal hin muss. Augenzwinkern.

Dienstag, 18.12.

Der frühe Vogel bringt uns in den Blechvogel. 7.20 Abflug in Melbourne. Eine Stunde später sind wir in Hobart. Mietwagen geholt. Und ab geht die Post. Auf der „falschen“ Seite zu fahren ist gar nicht so schlimm. Eine kleine Herausforderung ist das Blinken. Ich erwische meist immer erstmal den Scheibenwischer. Der ist ja links vom Lenkrad. Des Weiteren gilt es penibel auf die Geschwindigkeit zu achten. Der Spaß kostet hier kräftig.

Wir cruisen durch die Gegend. Nett. Idyllisch. Klein. Gemütlich. Ab auf den Mount Wellington. Das Wetter eher bescheiden. Egal. Man sieht nix. Macht nix. Dann halt „morgen“ noch mal.

Ne Tour durch Hobart. Streetart da. Museum hier. Die eine oder andere Kneipe dort. 1.Fazit: Passt.

Mittwoch ging es noch mal hoch auf den Berg. Das Wetter super. Die Sicht großartig. Doof, dass es dann recht voll war – aber: Hat sich gelohnt! Ab nach Port Arthur. Eine alte Gefängnisanlage. Alleine der Weg dahin lohnt sich. Ca. 1,5h. Wir bräuchten länger. Es gab einiges zu sehen. Schöne Landstriche. Felsen. Wasser. Meer. Die Gefängnisanlage , bereitet, trotz der Lage, ein gewisses Unbehagen. Nicht nur, dass das Gefängnis während des Betriebes durchaus „grausame“ Geschichten zu erzählen weiß, sondern dieser Ort 1996 auch Schauplatz eines Amoklaufs war. 35 Opfer. Für viele Einheimische immer noch unvorstellbar. Tragisch. Die Geschichte bzw. eine Gesellschaft bringt leider nicht nur gute Laune und Sonnenschein.

Donnerstag ging es dann ins Mona. Museum for old and new arts. Leute. Ab hin da! Das ist einfach toll! Unterirdisch. Einfach abgefahren. Alleine das Gebäude ist ein Besuch wert! Es gibt Livemusik. Bierausschank und halt ziemlich coole Bilder, Installationen und ja: Auch schräges Zeug. Augenzwinkern.

Danach ging es in die Bäume. Die ganz großen. War nett. Wir wollten in so einen Tree-Airwalk-Park. Wir waren nur zu spät. Da um 17h hier alles dicht macht. Stattdessen zählten wir ziemlich viele tote Wallabies amWegesrand und gerade mal zwei lebende. Sind schon goldig. Lebendig. Versteht sich.

Heut wurde die Ostküste befahren. Ca. 200km von Hobart entfernt hocke ich in St. Helens. Die Bay of Fires wurden begutachtet. Ein Wildlife-Gehege besucht und: wir haben einige freilaufende Viecher in der Wildnis gesehen. Weil es so schön war: Hab ich vermutlich die Selbstbeteiligung für das neue Auto „verspielt“. Blöd. Nix gesehen und trotzdem was getroffen. Mal kieken, was die morgen sagen werden… Aber schon doof!

Darauf ein Furphy!

Gute Nacht.

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