Perth. Fremantle. Rottnest Island

Ich übe mich im Müßiggang. Dtl. ist verdammt weit weg. Der Hohlraum hinter meiner Stirn verweigert den literarischen Dienst. Dafür grinse ich wie ein Honigkuchenpferd und erfreue mich an Land und Leute. Schon wieder. Nichtsdestotrotz: Ich schulde Euch ein paar Zeilen…19h wie ein Koala abhängen liegt mir ja dann doch nicht…

Ich bin ein Flaneur. Durch Betonschluchten, garniert mit Asphaltpoesie und ganz viel Wasser, treibt es mich von A nach B.

Westaustralien. Perth. 1.12.- 5.12.2018

Zugegeben: Es war nur ein Bruchteil dessen, was dieser Bundesstaat zu bieten hat… vier Nächte…wieder mal ohne ein wirkliches Ziel…

Anfangs war ich überwiegend in Fremantle unterwegs.

Sightseeing hier und Sightseeing dort. Ausgehend vom Zentrum Perth.

Das Wetter? Wunderbar. Trotz Muskelkater reiße ich wieder diverse Kilometer ab. Fremantle ist eine Hafenstadt und hat diverse alte Bauten, die aus der Kolonialzeit stammen. Hübsch anzuschauen. Das alte Gefängnis hat was und lädt zu einem kurzen Besuch ein. Der Markt bietet die feinsten Leckereien und natürlich gibt’s diverse Geschäfte. Der übliche Schnickschnack zieht lauffreudigen Touris die Penunzen ausm Zwiebelleder😉

Von Perth aus benötigt man ca. 30Min. Ich gönnte mir einen Irrweg und verbrachte ca 80min im Bus. Man gönnt sich sonst nix. Zumindest sieht man etwas – auch wenn’s nur bedingt aufregend war😉

Perth City ist nett. Klein aber fein. Lange galt Perth als langweilig. Mittlerweile gibt’s hier eine feine alternative Szene. „Beheimatet“ in Northbridge. Hat etwas von Kreuzberg. Friedrichshain. Prenzlauer Berg. Kann man sich geben. Ich habe darauf verzichtet. Ein Anflug von Misanthropie😉

Der Swanriver samt Skyline lädt zum Spazieren ein. Von hier aus geht’s übrigens auch nach Fremantle oder Rottnest Island. Die Skyline ist überschaubar- noch- da auch diese Stadt kräftig wächst, wird hier wie bekloppt gebaut.

Rottnest Island

Rottnest Island. Ein kleines Eiland. Kurz vor Perth. Man sollte es „Gefängnisinsel“ nennen. U.a. wurden hier ziemlich viele Aborigines untergebracht. Die Bedingungen waren unter aller Sau. Man muss aber noch erwähnen, dass auch Kriegsgegner und -feinde etc. ihre Strafen absitzen mussten. Nebenbei diente die Insel noch als Sommerresidenz. Salz wurde auch noch aus den dortigen Seen abgebaut. Entdeckt wurde die Insel schon im 17.Jh. von holländischen Seefahrern.

So viel zur Geschichte – kurz und knapp.

Heute: Ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Mit einem Fahrrad kannst du umher cruisen oder einfach ein paar Tage auf der Insel „abhängen“. Ferienhäuser gibt es genügend. Die Flora und Fauna ist wenig beeinträchtigt worden von irgendwelchen Lebewesen, die einheimischen Tiere den Garaus machen konnten. Ein beliebtes Motiv: Die Quokkas.

Känguruartige Viecher. Putzig. Seltene Vögel gibt es auch noch.

Surfen. Schnorcheln. Wale gucken. Alles ist möglich. Prädikat: Sollte man besuchen. Auch wenn die Fahrt mit der Fähre ca. 60€ kostet. Denn: Wenn alles gut läuft, springt noch Moby Dick ausm Meer empor und erfreut das Gemüt. Kinder, auch wenn es ganz weit weg war- dieser Wal tollte in seiner „Badewanne“ frohlockend umher. Als würde er kein Wässerchen trüben. Kein profaner Erdling seinen Spaß unterbrechen hätte können. Ein Spektakel. Leider habe ich kein Teleobjektiv und daher müsst ihr mir glauben: Es war einfach unglaublich! Ich hatte Gänsepelle😃

Wal gesehen = Check!

Fazit:

Perth und Umgebung? Jederzeit wieder. Es gibt dann doch zu viel zu sehen. Man braucht mehr Urlaub😉

Habt ein feines Wochenende!

Beste Grüße aus Downunder

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