Hang around und ab nach Picton

13.Dezember. Ein Freitag.

Ich hänge einfach ab. Laufe den Strand ab. Versuche mich im Steine flitschen und versage kläglich. Das Kind in mir ist traurig. Triezt mich. Ich probiere es erneut. Es will nicht gelingen. Ich hätte weitermachen können…hätte!

Lieber den Strand auf und ab laufen. Lesen. Schreiben. Laufen. Ich versuche Sandbilder zu malen und muss feststellen: Ich kann gar nicht malen und das Wasser macht mir diese schöne Kunst kaputt. Egal. Ich treffe einen Angler. Der hat einen Babyhai am Haken. Super. Find ich spannend. Schwimmen fällt jetzt aber aus. Das Kind in mir will nicht mit Haien plantschen. Nicht mal, wenn sie noch klein sind! Außerdem: Es ist ja auch noch viel zu frisch.

Ich will Freundschaften schließen. Die Wekas (Vögel ohne Flügel) laufen weg. Die Enten fliegen weg. Doof. Dafür wollen sich die Sandfliegen mit mir verlustieren. Find ich auch doof. Aber das Supertropenantimückenzeug hilft-ansatzweise.

Der frühe Abend bringt mir dann doch ein paar coole Dudes. Könnte ne weitere Band werden. Zumindest folgen sie mir (auch Richtung Grill?;)

Darf ich vorstellen: „Ein Rindvieh kommt selten allein feat. The Cows“

Wir machen Cowbelljazzfusionpunkchanson. Wer nicht tanzt und klatscht bekommt mächtig Beef mit uns. Grins.

(Um das mit der Cowbell zu verstehen, sollte man folgendes Video angucken: https://youtu.be/cVsQLlk-T0s)ich lach mich noch schlapp.

Den Abend habe ich dann geopfert. Für ein Beertasting. Also für einen Freund. In Berlin. Ich hab’s getrunken und ihm davon erzählt. Er blieb nüchtern. Lag wohl an der Zeitverschiebung. Sie waren alle schöne Dosen und eine Flasche. Geschmacklich etwas luschig. Mit leichten Hang zur Geschmacksneutralität. Sie taten zumindest nicht weh.

Mal kieken, vielleicht befolge ich den Rat einer Freundin und kaufe Flaschen nach Kronkorken.

14.Dezember

Abmarsch. Nach Picton. Richtung Norden. Vorher wird Chasm Creek besucht. Ein alter Eisenbahntunnel in dem man wohl Glühwürmchen sehen kann. Nun, es sind eigentlich irgendwelche Mücken, deren Larven irgendwie „glühen“. Ich hab keine gesehen. Schade. Aber der frühmorgendliche Spaziergang war kreislaufanregend. Ist ja auch nicht verkehrt.

Nicht weit davon beginnt die Old Ghost Road. Ein 85Km langes Outdoormuseum. Es gibt „vergessene Hütten“. Einen alten Friedhof und wohl eine Geisterstadt. Beides hätte ich gerne gesehen. Ggf hätte ich sogar eine Mointainbike-Tour gemacht. Nur leider war es mir nicht vergönnt. Entweder war ich zu früh oder zu spät. Wie man es dreht. Der Marsch dahin hätte doch etwas gedauert. Keine Zeit. Schade. Schade.

Als Trost gönne ich mir NZ längste Swing Bridge. In Buller Gorge. Gut. Die Brücke ist witzig. Wackelt halt. Der kleine Marsch wiederum auf der anderen Seite war interessanter. Man liest etwas übers Goldfieber. Erdbeben und Überflutungen. Flora und Fauna kommen auch nicht zu kurz. Informativ und gut gemacht. Wer Lust hat, kann nach Gold schürfen. Mit dem Jetboot über den Buller River rasen oder Rafting im Schlauchboot machen. Eine bunte Mische aus Action, Natur und Wissenswertes.

Irgendwann ist man in Marlborogh. Anstelle von Schafen kann man hier Weingüter zählen. Man könnte glauben, hier wächst nix anderes. Mein lieber Scholli. Ist nur Wein. Deshalb soll hier kein Foto sein.

Und auf einmal bist du in Picton. Eine kleine Hafenstadt. Das Tor zur Nordinsel oder der Ausgang der Südinsel. Da wartet er nun. Darauf, dass er morgen um 10 auf der Fähre ist. Rüber macht und die letzte Woche in NZ einläutet. Ich bin gespannt. Auf den Höllenduft. Vulkane und wer weiß: Vielleicht hobbitiere ich ja.

Ach. Und ihr werdet es nicht glauben: Ich hab heut wieder einen Vogel abgeschossen. Und beinahe wäre noch ein Eichhörnchen dazugekommen…und nein: Ich mache es mir nicht zur Aufgabe Vögel zu killen.

Anbei noch ein paar Schnappschüsse. Habt ein schönes Wochenende.

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