Cape Reinga. Der nördlichste Punkt

18.Dezember

So ein Mist aber auch. Ich komme an die Cathedral Cove nicht heran. Jetzt bin ich schon früh aus der Koje gepurzelt um Parkverbote zu ignorieren – aber: Pustekuchen. Ich müsste zurück und dann entweder das „Wassertaxi“ nehmen oder einfach mal insgesamt 2,5h per Pedes zu wuppen. Für das Taxi ist es zu früh und für den Marsch habe ich keine Zeit. Doof gelaufen. Tschö Hahei Beach. Tschö Hot Water Beach. Ihr habt viel Schönes. Aber: Die „Autobahn“ ruft.

Machen wir es kurz: Knappe 600Km. Ohne Pausen käme man auf acht Stunden. Konjunktiv. Ich gönne mir knappe 10,5 Stunden Asphaltpoesie, Natur und Klänge ausm Smarthphone. Was macht man nicht alles um an den nördlichsten Punkt NZ zu gelangen. Eigentlich bescheuert. Aber wenn ich schon mal hier bin….Jaaaa, dann hätte ich auch Hobbits im Auenland jagen können. Ich weiß. Aber dit ist mein Urlaub und ick bin der Käptn.

Diverse Baustellen pflastern meinen Weg. Auckland wird passiert. Die Skyline kann ich kurz sehen. Kurz. Sehr kurz. Und leider nicht „frontal“. Seitlich. Doof. Wenn der Verkehr vor der Nase stattfindet. Eine Millionen Ortschaften. Ich könnte meinen, ich wäre hier schon lang gefahren. Nee nee. Das Navi lügt nicht und meine Sinne betrügen mich auch nicht.

Schön, dass manche Orte und Worte mit „Kai“ beginnen. Noch schöner ist es, wenn die Maori meinen Namen hören. Dann lächeln sie und freuen sich. Sehr nett von ihnen. Wie ich finde.

Kai heißt übrigens „Food“. Also das Essen. Ganz schön unspektakulär. Auch wenn Kiwi Kai schon wieder witzig ist. So der Name einer Kiwifarm.

Noch wenige Kilometer. Es ist 18.30. Da! Geschafft! Wo ist der verdammte Leuchturm??? Ahhh….da unten. Juhu. Laufen. Schadet jetzt auch nicht. Ich freu mich. Das meine ich nicht ironisch!

Zack. Knips. Foto hier. Foto da. Selfie. Klar. Auch dufte, dass kaum eine Menschenseele da ist. Gut, dass in wenigen Minuten ein Campingplatz ist. Eine Bucht weiter. Sozusagen. Einfach, aber schön gelegen. Es gibt die Trockenklos und kalte Duschen. Für acht Euro ist das schon okay.

Eine „Gute-Laune-Brause“ am Wasser und dann soll es für heut gewesen sein.

Ein Gedanke zu „Cape Reinga. Der nördlichste Punkt

  1. Sehr sehr schön hier, da lohnt sich doch 10,5 Stunden Asphaltpoesie.
    (Jaaaa, dann hätte ich auch Hobbits im Auenland jagen können. Ich weiß. Aber dit ist mein Urlaub und ick bin der Käptn) – genau, der Käptn zahlt, also bestimmt der Käptn welche Musik gespielt wird, hahaha.

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