Hong Kong. Hat was.

5.Januar

Der frühe Vogel…ihr wisst schon…überspringen wir das.

Auf zum Victoria Peak. Ich sitze in der Ding Ding (das ist die HK Tram). 7Stationen. 10Minuten Fußweg und prompt stehe ich vor der nächsten Tram. Na ja, Seilzugbahn trifft es eher. Man könnte hochlaufen, aber der Konjunktiv ist hier eher nicht umsetzungswürdig. Gefühlt ist hier jede Steigung im rechtwinkligen Format. Vermutlich übertreibe ich – aber was soll’s. Tuff, tuff und schon bin ich „oben“. In knappen 10Min ist man aufm Vicoria Peak. Für umgerechnet 5€ komme ich auf die Sky-Terrasse. Und stehe demzufolge höher. Es ist windig. Mir ist flau im Magen. Meine Knie sind wie Pudding. Hatte ich auch noch nie. Egal. Hong Kong liegt mir zu Füßen. Fotos. Selfie. Klar. Knips hier und Knips da. Die Aussicht ist schon geil. Ich glaub, ich muss noch mal zu später Stunde hoch.

Herrlich hier gibt’s ein Bubba Gump Krabben Restaurant. Ich lach mich schlapp. Tatsächlich hab ich Hunger. Allerdings: Bubba hat zu. Die Dekadenz siegt. Gordon Ramsey hat hier eines seiner Restsurants. Preislich ist es in Ordnung. Und: Rührei und Pancakes können sie zumindest. Augenzwinkern

Zack. Ich bin wieder unten. Ich laufe durch die Hochhausschluchten. Menschen auf Pappkartons. Meist weiblich. Lachend. Tanzend. Manche massieren sich gegenseitig. Andere kochen. Essen. Reden. Oder verkaufen irgendwelche Sachen. Eine ausgelassene Stimmung- zwischen Asphalt, Beton und Stahl. Die Sonne strahlt. Zu kruden Karaokenklängen und diversen Aromen, die in der Luft schwirren. Die „Hausdamen, Nannys, Bedienstete“ haben heute ihren freien Tag. Der wird mit anderen Damen von früh bis spät, immer sonntags und gemeinsam, zelebriert. Ein durchaus amüsantes Bild.

Ich nutze wieder die Fähre und fahre rüber nach Kowloon. Das Museum of Art weckt meine Neugier. Es kostet nichts – ergo: Rein in die gute Stube.

Nun. Ja. Manches war nett. Speziell die Ausstellung zu Wu Guanzhong ( bedeutender chin. Maler und tot) oder auch diverse Popbilder. Z.B. vom Künstler Frog King. An sich ein sehr nettes Gebäude. Recht neu.

Draußen spielen ein paar Bands. Jau. Hat viel Schönes. Speziell die Skyline im Hintergrund. Grins. Im Ernst: Es waren ein paar nette Sachen dabei – leider war der Tonmensch wohl selber Bassist, was zur Folge hatte, dass der Bass immer zu laut war.

Die Seite Hong Kongs ist übrigens trubeliger. Leicht nervig. Man wird auch immer angequatscht. Von Drogen bis zum feinen Zwirn wird dir alles angeboten. Wer es braucht…ich nicht. Ich suche mir ne Bar und lass den Tag ausklingen. Morgen geht’s nach Macao.

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