Das Abenteuer ist Geschichte

19. Juli

Ich hocke im Zug nach Berlin. Der Rest sitzt im Bandbus und düst nach Chemnitz. Vermutlich werden wir alle ein paar Tage Ruhe brauchen, um das Erlebte zu verdauen bzw. zu realisieren. Es waren großartige Wochen. Tage und Nächte. Reibungspunkte gab es kaum. Herrlich unkompliziert der Umgang. Man hat sich selber auf die Schippe genommen oder nehmen lassen. Es war ein Potpourri der guten Laune. 10Gemüter unter einen Hut zu bekommen, ist durchaus nicht immer einfach gewesen. Entweder wartet man immer auf jemanden oder man läuft im Kreis, weil 5Leute den Weg (nicht) kennen. Sechs Kerle in einem Zimmer hat definitiv „Sommercamp-Charakter“. Irgendwann ist alles egal. Augenzwinkern. Hier und da fehlte vielleicht mal Ruhe, aber als Gang durch die Welt zu ziehen, macht Laune. Da ist die Ruhe auch ziemlich schnuppe. Freiraum gab es ja trotzdem.

Buenos Aires ist Buenos Aires. Argentinien fängt irgendwo in der Province an. Von der City aus betrachtet: Ab ca 50Km Entfernung ticken die Uhren anders.

Die Stadt ist wirklich anders. Ein Besuch lohnt sich. La Boca ist wirklich bunt. San Telmo, Palermo sind ebenfalls Ecken die man besuchen kann und darf. Die Naturreservate bieten eine willkommene Abwechslung. Ein Trip nach Uruguay lohnenswert- hier empfehlen sich schon 2-3 Tage.

Preise: Es geht teuer und auch günstig. ÖPNV und Taxi sind günstiger. Ebenfalls auch die Kippen. Lebenshaltungskosten: Man kann gut und günstig essen. Ein Liter Milch kostet trotzdem ein Euro. Cola, Cerveza ist etwas teurer. Eintrittspreise sind unterschiedlich. 4€ für den japanischen Garten. Das Stadion in La Boca kostet ca. 8€. Man kann viel sehen und erlaufen ohne dafür zu bezahlen. Die unendliche Anzahl alter Bauten oder die grandiosen Graffitis. Ein Ausflug ins Inneres des Landes lohnt sich. Die Busse haben einen recht hohen Komfort. Man kann bequem pennen.

Mehr als einmal erwähnt: Ohne Spanisch ist man wirklich „Lost in Translation“. Es schadet nicht, wenn man ein paar Brocken mehr kann.

Die Leute? Herzlich. Wir haben viele neue und tolle Menschen kennengelernt. Man hat uns in Häuser eingeladen und wir duften in das wirkliche Leben reinschnuppern. Freundschaften wurden besiegelt und ja: begossen. Vieles im Einklang mit der Musik.

Wir haben 10Konzerte gespielt. Einige davon kamen spontan hinzu – vermutlich hätten wir noch ein paar Wochen verlängern können. Augenzwinkern. Es gab keine Gagen. Der Merchverkauf schleppend (zu teuer für die Einheimischen) Letztendlich war es eine Tour, die man sich erspart und gönnt. Der Lohn? Ausufernde Nächte. Neue Bandfreundschaften, die auf der anderen Seite des Atlantiks wohnen. Die Option zu haben: In zwei Jahren wiederkommen zu müssen. Es fehlen noch einige Ecken in Argentinien. Nicht zu vergessen: Chile. Brasilien.

Ein Trip, der mit Kohle nicht aufzuwiegen ist. Ein Trip, der nicht wegen der Kohle gemacht wurde. Ein Trip, der einfach nur die Abenteuerlust und Neugier befriedigen musste.

Ohne Hernan von Los Diskolos wäre vieles schwieriger geworden – er hat manche Türen geöffnet und die ersten Konzerte gebookt. Muchas Gracias!!!!

Lange Rede. Kurzer Sinn.

Ich durfte dem Wahnsinn beiwohnen. Danke! Jungs! Jederzeit wieder! Und: you will never „Breaking the Kai!“

Cheers. Auf Euch. Auf uns.

In eigener Sache

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren. Freut mich zu hören, dass manch einer ebenfalls belustigt war. Mein Trolley hat übrigens überlebt. Haha.

Wir haben einiges gefilmt – mal gucken, ob es dieses Jahr noch ne Doku gibt. Undenkbares Popcornkino.

Der Blog wird weitergeführt- ich verreise halt gerne. Ergo: Die Seite kann man sich merken.

6 Gedanken zu „Das Abenteuer ist Geschichte

  1. Fue muy bueno poder compartir shows y anécdotas y muchas risas! Espero que la próxima sea en Argentina o en Alemania pueda hablar algo en alemán. Besos Tere, pablo y Pedro 💙

  2. Vielen Dank für die Beiträge! Wir (Katjas Kollegen in Chemnitz) haben gespannt diesen herrlichen Blog verfolgt! Ein mega Abenteuer und Respekt an den Verfasser, ein super gelungener Blog!

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